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[Film/DVD] - 2009 Lost Memories
 
[Film/DVD] - 2009 Lost Memories
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GreatWhite
Erstellt am Thu, 25 August 2005, 09:02


Yakuza Kochclub Vorsitzender


Gruppe: Admin
Beiträge: 8128
Mitgliedsnummer.: 124
Mitglied seit: 14.07.2003



Einen Film der 2003 auf dem FFF mit recht großem Erfolg lief und mir wärmstens empfohlen wurde, sah ich mir nun vor einigen Tagen an. Leider kann ich das Lob welches der Film erntete, nicht ganz teilen, aber ich bin in diesem Genre auch noch ein "Newbie" zwink.gif
Es geht um Si-Myung-Lee's :

user posted image

In diesem Film werden die unterschiedlichsten Filmelemente miteinander verquickt, was ich sogar sehr interessant fand. Allerdings wurde mein Enthusiasmus mit dem ich an den Film heranging wohl auch durch die manchmal etwas "langatmige" Handlungsführung gebremst. Und bei einer Laufzeit von fast zwei einhalb Stunden, kommt dies öfters vor.

Zur Handlung :

Es beginnt im Jahre 1909, als ein Attentat misslingt und dadurch der Lauf der Geschichte grundlegend verändert. Korea wird dadurch nicht unabhängig, Japan hat mit den USA zusammen den zweiten Weltkrieg gewonnen, wodurch die Atombomben nicht auf Hiroshima und Nagasaki, sondern über Deutschland abgeworfen wurden. Dadurch ist Korea auch im Jahre 2009 noch ein Teil Japans.

Als eine koreanische Terroristengruppe einen Anschlag auf eine Kunstausstellung begeht, wird der junge Polizist Sakamoto, der koreanischer Abstammung ist, mit dem Fall beauftragt. Mit seinem japanischen Partner Saiko ermittelt er innerhalb kürzester Zeit die interessantesten Fakten :

Die Terroristen waren hinter einem steinernen Relikt her, welches ein Tor in die Zeitgeschichte öffnet und so das Attentat von 1909 geschehen lassen würde und damit Korea seine Unabhängigkeit garantieren würde. Allerdings kommt Sakamoto, dessen verstorbener Vater ebenfalls Polizist war und unter Korruptiosverdacht stand, einer ungemeinen Verschwörung auf die Schliche. Ihm wird ein Mord angelastet, er wird verhaftet und verhört und es gelingt ihm nur mit Hilfe seines Partners Saiko zu fliehen. Auf dieser Flucht schließt er sich den koreanischen Rebellen an und beginnt den Kampf gegen die japanische Polizei. Zum Ende hin gelingt es ihm das Tor in die Zeit zu öffnen und es kommt zum entgültigen Showdown, der drei verschiedene Menschenleben grundlegend verändert und dadurch die "Zukunft" wieder ins "rechte Licht" rückt.....

Die "gepflegte" Langeweile kam bei mir durch viele (zu viele ?) Gespräche und Fachsimpeleien auf, welche den Fluss der Handlung ungemein stören, wie ich finde. Anders, als zum Beispiel in einem "Hard Boiled" in dem es über zwei Stunden rund wie "Harry" geht, folgen hier auf sehr flott inszenierte Actinsequenzen, minutenlange floet.gif Debatten über "Wieso,Weshalb, Warum".....

Als Ganzes gesehen (Thematik) sehr originell, allerdings hätte der Film um gute 20 Minuten kürzer sein können. Aber wie gesagt...das ist nur die Meinung eines "Newbies" ...
5 von 10 Punkte .

Die DVD bietet :

Hauptfilm : 2009 - Lost Memories

Korea 2002 - Laufzeit : ca. 140 Minuten - FSK : k.J
Bild : 1,85 :1 ( 16 : 9 )
Ton : D/KOR - D.D 5.1
Anbieter : E-M-S
Extras :
Produktionsnotizen
verschiedene "Making of"
Highlights
Cast & Crew
Still Gallery
Original Kinotrailer
Musik-Video
momentaner Verkaufspreis : ca. 10 - 12 €


bis dann... Greaty

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"So wie ich das sehe, ist die Intelligenz bereits ausgerottet & es existieren nur noch die Idioten ! " D.o.t.D
 
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Sidschei
Erstellt am Thu, 25 August 2005, 10:22


King of Bollywood alias MacGyver-Sid


Gruppe: Admin
Beiträge: 57888
Mitgliedsnummer.: 9
Mitglied seit: 27.04.2003



Zitat (Doppelklick zum übernehmen) (GreatWhite @ Thu, 25 August 2005, 10:02)
Einen Film der 2003 auf dem FFF mit recht großem Erfolg lief

yesnick.gif

Zitat (Doppelklick zum übernehmen)
und mir wärmstens empfohlen wurde


Aber nicht von mir skeptisch.gif - Haette aber von mir sein koennen *g* Auch wenn ich ihn dir ob meines Wissens ueber Deine Liebe zu Asia-Filmen wohl nicht wärmstens empfohlen haette *g* Aber scheinbar gehen unsere Geschmaecker bei Filmen dieses Landes auch etwas auseinander... skeptisch.gif Denn im Gegensatz zu Dir fand ich Hard Boiled einen ziemlich maessigen Film, obwohl von John Woo irealisiert floet.gif

Zitat (Doppelklick zum übernehmen)
Leider kann ich das Lob welches der Film erntete, nicht ganz teilen


brick.gif tongue.gif

Also, ich muss zugeben diesen Film nicht auf dem FFF gesehen zu haben (da muss im Kontrast-Programm wohl was besseres gelaufen sein laugh.gif und da stand ich auch noch nicht so auf die Asiaten zwinker.gif ) sondern irgenwann zufaellig mal spaeter auf DVD, ebenfalls auf Grund ettlicher Empfehlungen.

Ich hatte auch zugegeben keinerlei Ahnung, um was es in dem Film geht biggrin.gif und hab ihn dann einfach eingeworfen und angesehen.

Und ganz im Gegensatz zu Greaty war ich von dem Film recht angetan yesnick.gif Die von ihm erwaehnten "langatmigen" Dialoge sind mir gar nicht so aufgefallen, zumindest kann ich mich nicht mehr daran erinnern - ergo haben sie mich persoenlich auch nicht gestoert, als logische Schlussfolgerung *g*

Begeistert war ich, neben der hervorragenden Inszenierung der Action-Elemente, vor allem und besonders eben durch die Vermischung der Elemente. Action, Fantasy, Schnulze... da findet sich bald alles wieder gepaart zu einer - zugegebenermassen nicht immer logischen - aber intelligenten und spannenden Story die vor allem am Ende richtig in den Bann zieht.

Ich weiss noch, dass ich damals beim Ansehen auch gewisse Dinge an dem Film stoerend empfand. Aber so sehr ich nun darueber nachdenke, faellt mir beileibe keiner mehr dieser Dinge ein und ich blicke nur auf einen positiven Gesamteindruck des Filmes zurueck, welcher mir hier und heute 8/10 Punkte wert ist yesnick.gif

Sid

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Sidschei
Erstellt am Fri, 25 March 2016, 06:05


King of Bollywood alias MacGyver-Sid


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Beiträge: 57888
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Mitglied seit: 27.04.2003



Nachgeschoben: Ausfuehrliche Kritik von 2011:

Das "geniale" an diesem Film finde ich an sich schon die Tatsache, dass seine Grundlage und Aussagen zu Beginn auf wahren Begebenheiten basieren: Was waere gewesen, wenn... Ito- Hirobumi im Jahre 1909 nicht von An Jung-geun, der heute in Korea als Volksheld gilt, ermordert worden waere und damit das damlige Korea wirklich von Japan quasi geschluckt worden waere.
Spoiler:
Allein dies fuehrt schon zu einer der genialsten - wie ich finde - im Film, als der Japaner aufzaehlt, wie die Geschichte sonst verlaufen waere und der Satz faellt, dass sich Nord- und Sued-Korea wieder vereinigt haetten. Viel weiter konnte man mit dem Blick in die Zukunft aus dem Jahre 2002 ja gar nicht liegen, auch wenn ich mich irgendwie zu erinnern scheine, dass solche Gespraeche wirklich mal im Umlauf waren 


Da setzen die koreanischen Macher ja dann auch ganz schoen noch einen oben drauf, als sie die geschichtlichen Ereignisse der Zeitgeschichte leicht umschreiben und die ganzen Fehler, die Japan in seinem Verlauf quasi gemacht hat, mal kurzerhand korrigieren und Japan immer die richtige Entscheidung getroffen hat laugh.gif und damit als "saubere Weltmacht" dasteht.

Eine befreundete Kritik:
Zitat (Doppelklick zum übernehmen)
Naja, der Einstieg war etwas dämlich mit den aufgezählten Fakten, vor allem die Fußball WM 2002 wirkte reichtlich deplatzier
kann ich daher nicht wirklich unterstuetzen, empfand ich das einfach nur einen mehr als genialen Einstieg. Denn immerhin musste sich Japan die WM 2002 ja wirklich mit Korea teilen, was sicherlich dem einen oder anderen nicht geschmeckt hat. Und auch wenn es natuerlich in der Aufzaehlung der anderen Ereignisse deplaziert scheint, so ist eine WM ja doch ein Weltereignis, welches fuer ein Land weitlaeufige Auswirkungen haben kann. Vondaher fand ich das mit all den anderen, aufgezaehlten Ereignissen
Spoiler:
vor allem dass sich Japan im zweiten Weltkrieg mit der USA verbuendet hat und die Atombombe ueber Berlin abgeschmissen wurde 
sehr stimmig, um den "Was waere Wenn"-Werdegang des hier dargestellten Japans zu dokumentieren. Vor allem weil sich die koreanischen Macher hier ja wirklich nicht scheuen, Japan indirekt gehoerig einen vor den Latz zu knallen und ihnen indirekt alle gemachten Fehler vorzuwerfen. Vor allem das JBI in Anlehnung an das FBI fand ich einfach nur zu herrlich und die Kroenung des sich hier wieder zu findenden, sarkastischen Untertones biggrin.gif

Auch gehe ich mit weiteren, genannten Kritiken nicht wirklich konform, auch wenn ich gewisse Ablehnungen diesbezueglich im Grunde durchaus verstehen kann. Ich bin jedoch der Meinung, dass dies genau die Punkte darstellt, die einen einfach stylistischen Actionfilm mit dem entsprechenden Pathos auszumachen versteht. Ich meine, das sind doch genau auch solche Szenen, die die Edelglanz-Actionstreifen aus USA auszeichnen und uns Werke wie die amerikanischen John Woo-Produktionen oder Mission Impossible gefallen (oder eben auch nicht ;.) lassen. Wenn Rambo mit seinem Maschinengewehr wild vor Zorn die Patronen sinnlos in die Luft verfeuert und seinen Urschrei dabei loslaesst, handelt es sich streng genommen doch um nichts anderes, oder?
Fuer meinen Geschmack passte diese Optik wie die Faust aufs Auge fuer diesen Film und erhoehte meinen persoenlichen Spaßfaktor enorm.

Ein schauspielerisches Overacting jedenfalls, was mir nahezu jeden asiatischen Film zu vergellen versteht, egal wie gut er gemacht ist, findet bei "2009 Lost Memories" zu keiner Zeit statt, nur um das sicherheitshalber fuer alle Noch-Interessierten deutlich zu erwaehnen. Und wer auf voellig uebertriebene, aber gut inszenierte Action-Szenen steht und mit dem teilweise vor allem gegen Ende tieftriefendem Pathos des Filmes leben kann, bekommt hier eine erstklassige Actionunterhaltung geboten, die im Grunde seiner Story sogar noch mit reichlich "Intelligenz" seines Seins unterlegt ist.

Schon allein die nun ja mehrmals positiv erwaehnte und wirklich fantastisch in Szene gesetzte Anfangssequenz macht in ihrer offensichtlichen Einfachkeit klar, auf was man sich in dem Film einstellen muss: In dem hier abgespiegelten Japan wird kurzer Prozess gemacht, keine Fragen, pures, nationalsozialistisch begruendetes Handeln zum Wohle der Nation! Fragen werden keine gestellt, nur aktive und abgeschlossene Handlung zaehlt. Anders scheint man das rebellische und einverleibte Korea wohl auch nicht in den Griff zu bekommen.

Die Arroganz der Japaner dominiert, ohne jedoch wirklich zu beschuldigen. Zumindest anfaenglich kann man das handeln noch irgendwie zumindest nachvollziehen. Das hat "2009 - Lost Memories" irgendwie echt geschickt hingebracht und greift damit irgendwie auch ein hochinteressantes, hier zwar fiktives aber in der realen Welt ja ein haeufiger Ausloeser fuer Krieg und Streit, Thema auf: Auf der einen Seite die Arroganz der japanischen Besetzer, die ihr Recht durchdruecken wollen. Auf der anderen Seite die unterdrueckten Koreaner, die auf der Suche nach ihrer verlorenen Idenditaet sind und sich letzten Endes deswegen gegen die herrscherische Gewalt der Japaner auflehnt. Und auch in der optischen Praesentation zieht der Film hier nicht wirklich zurueck.
Spoiler:
Das Blut an der Wand, nachdem dem Terroristen der Kopf durchgeschossen wurde zeugt jedenfalls auch von der phasenweise optischen Haerte, die der Film nicht immer ausspart. 


Ich finde dies ein hochinteressantes Thema, welches Grundlage fuer ausreichend Diskussionen und Anschauungen bieten wuerde: Soll man sich des Frieden willens endlich mal mit einer Situation abfinden oder fuer sein Sein bis zum bitteren, blutigen Ende eintreten? Eine Thematik, die ja gerade auch zwischen der Zeit von 2002 bis heute allgegenwaertig in den Nachrichten zu sein scheint und selbst europaeische Laender auch heutzutage noch betrifft. An sich wurde das unterschwaellig ja mit einer weiteren, recht dramatischen Szene so halb unterstrichen...
Spoiler:
als der kleine Junge stirbt, dessen Vater in der Anfangssequenz eiskalt von seiner Polizeieinheit hingerichtet wurde. Ich weiss hier nicht mehr, ob er es nicht sogar selbst war. Aber irgendwie zeigt sie Szene auch, wie Kinder in solche "Streitereien" voellig unbedarft mit hineingezogen und gepraegt werden. 
Interpretiere ich zu langsam ein bischen zu viel in den Film hinein? biggrin.gif zwinkerms.gif

Gelungen setzen die Macher in diesen Zwist das japanisch-koreanische JBI-Agenten-Duo ein, welches fuer mich meine obige Aussagen zumindest zu Beginn noch unterstreicht: Gerade das Essen in der Familie zeigt auf wunderbare Art und Weise das gute Verhaeltnis und die tiefe Freundschaft der Beiden auf. Fand ich, gerade nach der extrem actiongeladenen Eingangssequenz einen sehr guten und funktionierenden Gegenpol, der zu guter Letzt ja auch noch die Grundlage fuer die weitere Handlung des Filmes setzt...
Spoiler:
...wenn sich die beiden Freunde langsam verfeinden, als die wahre Grundlage der Geschichte fuer beide zu Tage kommt. Irgendwo spuert man die Freundschaft zwar ueber den gesamten Film hinaus zwar noch, doch dass sie nun nicht mehr auf der selben Seite kaempfen und fuer ihre Ziele fuer ein bessere (aus der jeweiligen Sicht des Einzelnen) Zukunft nicht nur ihres Landes, sondern auch ihres eigenen Lebens kaempfen. Auch das fand ich sehr gelungen in dem Film, wandelt er hier auf einem sehr, sehr schmalen Grat, der auch voellig daneben haette gehen koennen. Irgendwie schafft es "2009 - Lost Memories" naemlich, dass man nach wie vor fuer beide Charaktere noch eine Sympathie hat, obwohl sich der Film ja immer mehr und mehr in Richtung "boese, geschichtsmanipulierende Japaner" entwickelt.


Sehr toll fand ich da auch gerade die Szene im Revier, als der Japaner seinem nun auf der Flucht befindenten Kollegen ein letztes Mal hilft und meint: Das naechste Mal wenn wir uns begegnen sollten, stehen wir uns als Feinde gegenueber. Hatte einfach was... smile.gif
 


Das man hier die Logik nicht immer hinterfragen darf und zweifelhafte Szenen mit der Action einhergehen, konnte zumindest ich persoenlich dem Film durchaus verzeihen, auch wenn ich gerade die Szene
Spoiler:
als er aus dem Revier fluechtet und keine der Kugeln ihn trifft 
phasenweise doch einen kleinen Tick zu uebertrieben empfand. Aber damit muss man in solchen Filmen ja an sich andauernd leben zwinkerms.gif

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Sidschei
Erstellt am Fri, 25 March 2016, 06:11


King of Bollywood alias MacGyver-Sid


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Beiträge: 57888
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Mitglied seit: 27.04.2003



Gewohnt gut praesentiert sich "2009 - Lost Memories" auch in einem Punkt, den ich schon immer gerade bei koreanischen Action-Produktionen geliebt habe und fuer das Jahr 2002 noch nicht immer und zwingend bei amerkanischen Produktionen Gang und Gebe ist: Ein astreiner, glasklarer Score (der mir, nebenbei bemerkt im Zusammenspiel mit dem Film trotz seines doch sehr starken, melodramatischen Einschlages ebenfalls sehr gut gefallen hat!) ertoent aus einer 5.1 Boxenanlage und unterstuetzt ein nahezu perfekt ausbalanciertes und fuer audiophile Ohren extrem spaßbringendes Effekte-Feuerwerk aus den Boxen.

So nimmt der Film seinen Lauf und ich war ehrlich gesagt sehr erstaunt, als schon die erste Stunde des ueber 2 Stunden langen Werkes vorrueber war. Denn wenn man mal sehr ehrlich ist: So viel passiert in dem Film dann eigentlich auch wieder nicht und phasenweise laesst er sich auch enorm Zeit. Aber dennoch verging die Zeit wie im Fluge und auch in seiner gesamten Laufzeit empfinde ich "2009 - Lost Memories" nicht wirklich als zu lange, auch wenn man gerade am Ende ein wenig an der Temposchraube haette drehen koennen und den einen oder anderen Kampf in seiner Darstellung haette etwas zuegiger abhandeln koennen.

Einen kurzfristigen und sehr extremen Bruch empfand ich, als
Spoiler:
der Chief ermordet wurde und der koreanische Kollege dann des Mordes beschuldigt wurde. 
Kurzfristig hab ich da dann wirklich nicht mehr durchgeblickt und habe mich schon gefragt, was das nun soll. Doch im weiteren Verlauf verstand der Film es dann doch durch den Verlauf seiner Story diesen rasant eingeleiteden Bruch zu rechtfertigen.

Gegen Ende verstand es 2009 dann nochmals, mir vor allem in Schnitttechnik und Bilderfolge eine gut gefallende Szene zu praesentieren:
Spoiler:
Die beiden uebereinander gelegten Szenen, als "Japan auf den Strassen feiert" und "Korea im Untergrund stirbt" (wie ich es der Einfachkeit halber mal nenne) empfand ich als ziemlich derbe, aber sehr gut gemacht. Gerade im Hinblick auf das Wissen, dass sich hier die Zukunft der beiden Laender entscheidet: Feiert Japan in seinen Tod und stirbt Korea in seine Zukunft? Oder eben genau andersherum? 
Fantastische umgesetzte Sinnbildlichkeit in meinen Augen.

Andere bemaengelte Punkte, wie die Zeitreiselogik, stoerten mich persoenlich nun gar nicht. Es ist nun mal ein Science Fiction und ich konnte da gut einfach akzeptieren, dass einem das "Zeitloch" eben genau an diese Stelle zurueck bringt. Es ist eben so. Keiner weitere Erklaerung noetig. Da sie nicht wild durch die Zeit springen konnten sondern nur an diesen einen Punkt immer, fand ich das durchaus ok. War eben ein Element, was der Film fuer seine Handlung auch genau so brauchte. Wenn man dafuer unbedingt eine Erklaerung braucht, kann man beispielsweise heranziehen, dass es eben ein Zeitpunkt ist, der eine geschichtlich sehr markante Entwicklung einleitete. Ein Punkt in der Zeitlinie, der bei Aenderung eben diese eklatanten Veraenderungen herbei fuehrt der "Tunnel" dann eben genau an diese Stelle fuehrt.

Damals, 2001, machte mir an "2009 - Lost Memories" noch zusaetzlich Spaß, dass man mal wieder einen Science-Fiction betrachten kann, der seine Zeit ueberlebt hat. Damals 7 Jahre in der Zukunft, im SIchtjahr 2 Jahre in der Vergangenheit. Ich finde, das hat irgendwie seinen Charme und sorgt fuer zusaetzliche, damals sicherlich nicht beabsichtigte Schmunzler zwinkerms.gif

Auch bei der damaligen Sichtung fand ich "2009 - Lost Memories" einen nach wie vor sehr guten Film, den man sich auch und gerade anschauen kann, wenn man normalerweise eher nicht so auf asiatische Produktionen steht, da er in seiner Machart und weiten Teilen doch eher wie eine - :unsere: Sehgewohnheiten eben entsprechend - amerkanische Produktion auftritt und viel von dem asiatischen, oftmals nervigen Schnickschnack weglaesst. Auch wenn er natuerlich, aber das liegt in der Natur der Dinge, auch nicht voellig darauf verzichten kann. Den einen oder anderen Haenger und Fehler verzeihe ich bei dem hier Dargebotenen da doch gerne.

Prinzipiell bleibe ich bei meiner obigen Wertung, obwohl ich durchaus geneigt waere, da noch einen oder einen halben Punkt draufzusetzen. Waere der Film an der einen oder anderen Stelle etwas knackiger und kompakter gewesen, waere er perfekt. Aber ansonsten funktioniert die Mischung aus Action, Gefuehl, Geschichte und Pathos hier doch recht gut smile.gif

Und es bleibt fuer mich auch festzustellen, dass ich selten in einen an sich sinnlosen Actionfilm so viele "Interpretationsmoeglichkeiten" zu entdecken verstand. OK, dafuer werte ich "2009 - Lost Memories" dann auch wirklich nochmal um ein Puenktchen auf. Denn sowas erhoeht auch immer mein persoenliches Gefallen an Filmen.

Vondaher gab es 2011 doch eine kleine Aufwertung:

9/10 Mondsicheln

(Gesehen natuerlich als koreanisch-japanische OmeU. Zur Qualitaet der deutschen Sync kann ich nichts sagen)

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